Zugegeben, der Weg zu Photovoltaik auf unseren Bestandsgebäuden in Plattenbauweise in Halle-Neustadt war lang und steinig. Bereits 2021 starteten wir gemeinsam mit den Stadtwerken Halle eine umfassende Analyse unseres Gebäudebestands. Ein erstes Pilotprojekt scheiterte zunächst an Statikfragen, bürokratischen Hürden und der Wirtschaftlichkeit.
Aber aufgeben war für uns keine Option. Denn als kommunaler Akteur in Halle und Partner der Energieinitiative stehen wir in besonderer Verantwortung für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und CO₂-Reduzierung. Also haben wir das Projekt weitergedacht und fanden eine Lösung mittels Ultraleichtmodulen, um die statischen Herausforderungen zu meistern. Außerdem umgehen wir einige bürokratische Hürden, wenn wir die Anlagen als Volleinspeiseanlagen betreiben.
Heute zeigt sich bereits: Dranbleiben lohnt sich und unser Weg trifft einen Nerv ganzer Plattenbausiedlungen. Denn viele Dächer von DDR-Bestandsgebäuden bleiben leer, weil es an passenden Lösungen fehlt. Der Wunsch von Akteuren der Wohnungswirtschaft nach Entbürokratisierung und praxistauglicheren Regularien für Photovoltaik ist allerorts zu hören.
Was wir bisher erreicht haben:
23 PV-Anlagen seit 2024
460 kWp Leistung auf unseren Dächern
zwei weitere Anlagen mit 60 kWp in 2026 in der Umsetzung
191.000 kWh Stromerzeugung in 2025
rund 110 Tonnen CO₂ gegenüber fossilen Brennstoffen eingespart