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GWG-Lexikon

Halle (Saale), 11.10.2011:


GWG baut denkmalgeschützte Villengruppe in Heide-Süd zu Boardinghäusern für den Weinberg Campus um.


Nach dem Ankauf der Immobilie von der Stadt und der Zustimmung des Aufsichtsrates für das Bauvorhaben hatte die  GWG Halle-Neustadt heute Vertreter von Einrichtungen und Unternehmen des Technologieparks sowie der Presse eingeladen, um die Entwurfsplanung für die neu entstehenden Boardinghäuser auf dem Weinberg Campus vorzustellen.

Für die drei leer stehenden spätklassizistischen Gebäude zwischen Ernst-Grünfeld-Weg und Daniel-Vorländer-Straße strebten die Stadt Halle und die Oberbürgermeisterin in den zurückliegenden Jahren eine Lösung an, die den Erhalt und die Wiedernutzung der baulich bedeutsamen Villengruppe ermöglicht.

(siehe historischer Hintergrund)


Nutzungskonzept überzeugte


Eine Studie im Auftrag des Stadtplanungsamtes zur Nutzung als Bürohaus war in Anbetracht  ausreichender Büroflächen im TGZ verworfen worden. Dagegen besteht entsprechend der Ergebnisse einer von der Wirtschaftsförderung der Stadt Halle (Saale) durchgeführten Umfrage bei den Einrichtungen und Unternehmen des Technologieparks ein ständiger Bedarf an Campus nahen Gästewohnungen. Auf der Grundlage dieses Bedarfs entwickelte die GWG Halle-Neustadt ein Nutzungskonzept, das als Dienstleistungsangebot für den Technologiepark den Ausbau der bestehenden Gebäude zu Boardinghäusern mit Gästewohnungen vorsieht. Die Gästewohnungen sollen an zeitweise auf dem Weinberg Campus tätige Wissenschaftler und Gäste vermietet werden.

Mit diesem Konzept sowie wegen der erfolgreichen Entwicklung der Geschäftssparte „Wohnen auf Zeit“, im Rahmen der die GWG Halle-Neustadt den Bau und die Vermietung von Gästewohnungen in ihrem Bestand betreibt, erhielt das Wohnungsunternehmen den Zuschlag.


Modernes Wohnen auf Zeit als Dienstleistung


Die vom Architekturbüro Thomas Irmscher erarbeitete Entwurfsplanung sieht die denkmalgerechte Sanierung der historischen Gebäudesubstanz sowie zwei ergänzende Neubauten vor. So entsteht  ein modernes und funktionelles Ensemble aus fünf Gebäuden, die durch Glasgänge miteinander verbunden werden.
Die mittlere der drei Villen dient entsprechend dieses Konzeptes als Empfangsgebäude mit Rezeption und halböffentlichen Aufenthaltsbereichen. Hier wie in den weiteren vier Gebäudeteilen befinden sich auf zwei Etagen insgesamt 42 voll möblierte Appartements.
Die Ein- bzw. Zweiraum-Appartements werden 28 m² bis 52 m² groß sein, über ein eigenes Bad und eine Küchenzeile verfügen und mit Telefon- und Internetzugang versehen sein. Ein Appartement wird DIN-gerecht barrierefrei hergestellt, zwei weitere werden weitestgehend barrierearm ausgebaut. Die Anlage des Grundstücks bleibt im Wesentlichen erhalten und öffentlich zugänglich.
Für die Sanierung der bestehenden Gebäude und die Errichtung der beiden ergänzenden Neubauten rechnet die GWG Halle-Neustadt mit Baukosten in Höhe von netto 2,7 Millionen Euro. Zuzüglich weiterer notwendiger Kosten, insbesondere der Aufwendungen für die Innenausstattung geht die Gesellschaft von Gesamtbaukosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro netto aus.


Projekt liegt stadtplanerische Intension zugrunde


Wie GWG-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Meerheim betonte, ist das von der GWG geplante Projekt ein Schritt auf dem Weg, das Gebiet Heide-Süd perspektivisch mit dem Neubaustandort Halle-Neustadt zu verschmelzen. Das entspreche den Vorstellungen zur zukünftigen Stadtentwicklung, die vorsieht, den Wissenschafts- und Technologiestandort auf dem Weinberg Campus weiter zu stärken.

GWG-Geschäftsführerin Jana Kozyk ergänzte, dass dieses Vorhaben sich in die Bestrebungen der GWG einordnet, auch über den bisherigen Standort hinaus in ausgewählte Projekte zu investieren. Auch zukünftig, so Jana Kozyk, sehe die GWG ihr Hauptgeschäftsfeld weiter in der Verwaltung und Entwicklung des Bestandes in Halle-Neustadt. Dennoch sei es notwendig, über die Erweiterung des Portfolios die wirtschaftliche Basis des Unternehmens zu stärken.


  • Historischer Hintergrund:

Auf dem Gelände der ehemaligen Heilanstalt Nietleben (vormals Königlich-Preußische Provinzial-Irrenanstalt) wurde das heutige Technologie- und Gründerzentrum TGZ angesiedelt. Inmitten dieses neu gebauten Technologieparks befinden sich noch aus der Zeit der Heilanstalt drei Gebäude, im sogenannten Schweizerhausstil von 1887-1894 errichtete Villen mit den Nummern 207, 210 und 211. In diesen Gebäuden waren zur Zeit der Heilanstalt Patienten untergebracht. Ab 1935 wurden sie in den Neubau der Heeres- und Luftnachrichtenschule integriert und während der Besatzungszeit von der Roten Armee genutzt. Seit dem Abzug der Truppen im Jahr 1991 stehen die drei Gebäude leer und verfielen zunehmend.

Nach dem Rückkauf der Immobilie hat die Stadt Halle (Saale) als Eigentümerin Sicherungsmaßnahmen veranlasst, u. a. die Errichtung neuer Dächer sowie den Ersatz der verwitterten hölzernen Geschossdecken.


Hier geht es zu den offiziellen Pressemitteilungen der GWG Halle-Neustadt mbH.


Blick in die Zukunft
42 möblierte Appartements werden zukünftig hier zu finden sein.
Neben der Sanierung der drei Villen ...
... entstehen auch zwei Neubauten.
So sahen die Gebäude noch im Sommer aus.
Inzwischen sind sie eingerüstet und der Umbau wird vorbereitet.
20 Jahre lang standen die drei Villen leer.
Nun hat die GWG ihr Konzept zur Nutzung als Boardinghäuser vogestellt.
 
GWG Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt mbH, Am Bruchsee 14, 06122 Halle (Saale), telefon: 0345/ 69 23-0, telefax: 0345/ 69 23-390, e-mail: info@gwg-halle.de