Die langjährige Kundenberaterin Petra Friebel ist seit dem 1. Juli 2010 die Seniorenbetreuerin der GWG. Sie kümmert sich darum, dass über ein dichtes Netz von Hilfsangeboten Bedingungen geschaffen werden, die älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer Wohnung ermöglichen.
Wir haben Ihr einige Fragen zu Ihrer Arbeit als Seniorenbetreuerin gestellt.
Frau Friebel, was beinhaltet Ihre Arbeit als Seniorenbetreuerin?
In manchen Lebenssituationen wissen gerade ältere Menschen nicht, an wen sie sich wenden können, welche Hilfsangebote es gibt und welche Maßnahmen in einer bestimmten Situation sinnvoll und angemessen sind. Dann bin ich gern die Kontaktperson, die hilft, solche Probleme zu lösen. Dieser zusätzliche Service der GWG ist für unsere Mieter kostenfrei.
Häufig werden Fragen zu ambulanten Dienst- und Hilfeleistungen, Kostenträgern und zu Voraussetzungen für die Übernahme von Kosten gestellt. Dabei umfasst meine Arbeit
- die Beratung über mögliche Ansprüche gegenüber gesetzlichen Pflegeversicherung, Krankenkassen, Sozialamt oder Versorgungsamt,
- die Unterstützung bei der Durchsetzung dieser Ansprüche,
- die Hilfestellung beim Ausfüllen entsprechender Unterlagen und Formulare
Ein zweiter Schwerpunkt meiner Arbeit ist es, zur Unterstützung im Alltag Partner für unterschiedliche Dienstleistungen zu vermitteln, z. B.
- Menüservice,
- Hausnotruf,
- hauswirtschaftliche Hilfen oder Pflegedienste,
- mobile Serviceangebote wie Frisör und Fußpflege
Darüber hinaus arbeite ich mit Partnern zusammen, die Maßnahmen zur Wohnraumanpassung und Hilfen im Alltag anbieten.
Uns geht es darum, dass ältere Menschen soziale Kontakte pflegen können und nicht einsam in ihrer Wohnung sind. Dafür organisieren wir verschiedene Veranstaltungen. Denkbar sind gemütliche Kaffeeklatschrunden, spezielle Seniorenausflüge und -reisen, Vorträge und gesellige Treffen, zum Singen oder Handarbeiten beispielsweise.
Manchmal kommt ein Hilfebedürftiger nicht von allein. Mancher ist auch nicht gut zu Fuß. Wie stellen Sie sich darauf ein?
Es kommt vor, dass derjenige, der eigentlich Hilfe benötigt, sich nicht meldet oder melden kann. In solchen Fällen können sich besorgte Nachbarn oder Verwandte mit uns in Verbindung setzen. Wenn jemand die Wohnung nicht mehr verlassen kann, komme ich auch zum Hausbesuch.
Wie läuft so ein Hausbesuch ab?
Ich melde mich zu jedem Hausbesuch an, es sei denn, Mieter oder Angehörige haben mich telefonisch oder persönlich um einen Hausbesuch gebeten. Die Dauer der Gespräche ist sehr unterschiedlich, so zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Das kommt immer auf den jeweiligen Bedarf und die Lebenslage an.